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BBWind setzt Erfolg mit Bürgerwindparks fort

Münster - Wie bei anderen Großbauvorhaben, so kann es auch bei Windprojekten zu Akzeptanzproblemen kommen. Verbessern lässt sich die Akzeptanz durch die Beteiligung der Anwohner. Der Projektierer BBWind hat bei seinen Bürgerwindparks jetzt ein wichtiges Etappenziel erreicht.

Die BBWind Projektberatungsgesellschaft mbH ist auf Bürgerwindprojekte spezialisiert. Mit dem Bürgerwindpark Beckum-Wersewind hat das Beratungsunternehmen aus Münster jetzt die 200 Megawatt (MW)-Schwelle geknackt.

30 Bürgerwindparks mit 67 Anlagen

Durch die Inbetriebnahme des 11,3-MW-Windparks Beckum-Wersewind hat die BBWind Projektberatungsgesellschaft mbH aus Münster mehr als 200 MW Windleistung ans Netz gebracht. Seit der Gründung im Jahr 2012 hat der Projektierer nun über 30 Bürgerwindparks mit insgesamt 67 Windenergieanlagen (WEA) realisiert. Damit, so BBWind, habe sich das Unternehmen als ein wichtiger und erfolgreicher Spezialist für Bürgerwindenergie-Projekte auf dem Markt etabliert. Der Windpark Beckum-Wersewind besteht aus drei Enercon-Anlagen vom Typ E-115 mit einer Leistung von je 3 MW und einer Enercon E-92 mit 2,3 MW. Der Windpark ist ein Bürgerprojekt, für das sich über ein Dutzend Landwirte, Grundstückseigentümer und Anwohner vor Ort organisiert haben.

„Bereits 2012 haben wir mit den Vorplanungen zu dem Projekt begonnen und bis zur heutigen Inbetriebnahme den gesamten Projektablauf begleitet. Wie für jedes unserer Projekte haben wir auch für Beckum-Wersewind die Standortgegebenheiten detailliert analysiert, um das perfekte Park-Layout – zum Beispiel bezüglich der Turbinenauswahl – zu finden“, so BBWind-Geschäftsführer Heinz Thier. Dabei agiere BBWind bewusst herstellerunabhängig. Bei den bislang realisierten Projekten kommen WEA von Herstellern wie Enercon, Nordex, Senvion und GE zum Einsatz. „Das bringt Flexibilität und erlaubt uns, schnell auf jede Marktsituation reagieren zu können“, so Thier weiter.

Gut ausgestattete Projekt-Pipeline

BBWind hat im Rahmen der aktuellen EEG-Ausschreibungsrunde vom Februar für vier weitere Anlagen von der Bundesnetzagentur einen Zuschlag erhalten. „Deswegen blicken wir zuversichtlich und positiv gestimmt in die Zukunft. Bürgerwind lohnt sich auch in Zeiten der Ausschreibung“, so Thier. Die nächsten 100 MW Bürgerwind will BBWind bis 2020 ans Netz bringen. Aufgrund der nach wie vor großen Nachfrage nach Bürgerwindmodellen in Nordrhein-Westfalen ist aus Unternehmenssicht ab 2021 auch eine Projekt-Pipeline von jährlich 70 bis 100 MW für BBWind realistisch. Darüber hinaus arbeitet das Unternehmen daran, das Geschäftsmodel „Bäuerlicher Bürgerwind“ auch außerhalb Nordrhein-Westfalens zu etablieren.

© IWR, 2018

05.04.2018