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Veolia Umweltservice diskutiert Windkraftanlagen-Recycling

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Hamburg - Die erste Generation von Windenergieanlagen kommt in die Jahre. Die Veolia Umweltservice forciert jetzt die Debatte um einen umweltverträglichen Rückbau von Windkraftanlagen im Sinne der Kreislaufwirtschaft.

Ungefähr 28.000 Windkraftanlagen produziern in Deutschland Strom. Ein Großteil davon schon seit Ende der neunziger Jahre. Mit dem Ende des 20 jährigen Vergütungsanspruchs endet ab 2020 für viele Betreiber die bisherige wirtschaftiche Grundlage. Eine neue Enscheidungssituation steht an.

EEG-Ende ab 2020: Rückbau, Repowering oder Weiterbetrieb

Ab 2020 steht der Windbranche ein großer Umwälzungsprozess bevor. Stand heute werden bundesweit rund vier Gigawatt (GW) Windenergieleistung vom Auslaufen der EEG-Vergütung betroffen sein, teilte Veolia Umweltservice mit. In den Jahren danach fallen jährlich Windkraftanlagen aus der EEG-Vergütung heraus. Nicht in jedem Fall können Bestandsanlagen durch modernere und leistungsfähigere Anlagen ersetzt werden (Repowering). Häufig sprechen baurechtliche Gründe dagegen und auch die Wirtschaftlichkeit muss bei jedem Projekt neu geprüft werden. Entscheiden sich die Betreiber für eine Stilllegung, stellt sich die Frage, wie die Unternehmen der Windbranche den Ressourcenkreislauf professionell schließen wollen. Hier bietet sich aus Sicht von Veolia die Kreislauf- und Entsorgungswirtschaft als Partner an, um den Lebenszyklus von Windenergieanlagen zu optimieren und die professionelle Verwertung und Entsorgung von ganzen Windenergieanlagen zu organisieren.

Umweltgerechtes Recycling von Windkraftanlagen

Für Veolia ist die Klärung von Standards zum umweltverträglichen Recycling von Windenergieanlagen wichtig, d.h. welchen stofflichen Verwertungsanteil modernes Verbundstoff-Recycling anstreben muss und welche Verfahren zur stofflichen Verwertung der Anlagenkomponenten kostendeckend betrieben werden können. Veolia Deutschland möchte das umweltgerechte Recycling von Windkraftanlagen vorantreiben. Matthias Harms, Geschäftsführer Veolia Deutschland, Geschäftsbereich Entsorgung, ist überzeugt: „Bereits heute ist die Recyclingquote der Windindustrie relativ hoch, doch da gibt es noch Luft nach oben. Wir streben an, dass das Adjektiv ‚erneuerbar‘ nicht nur auf die produzierte Energie während der Laufzeit des Windparks zutrifft, sondern auch auf die verwendeten Wege und Materialien nach dem Rückbau der Anlagen.“

Windkraftanlagen-Recycling auch auf europäischer Ebene

Das Windkraftanlagen-Recycling könnte ein bedeutender Beitrag zur Rückgewinnung wertvoller Ressourcen und damit zur Ressourceneffizienz sein, so Veolia. Dies gelte nicht nur für Deutschland, sondern auch auf europäischer Ebene. Auf der IFAT, Weltleitmesse für Wasser-, Abwasser-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft, veranstaltet Veolia unter dem Motto "Kreislaufwirtschaft meets Energiewirtschaft" ein Symposium zum Thema Windenergieanlagen-Recycling.

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15.05.2018