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Tennet soll Offshore-Netz in den Niederlanden aufbauen

Arnheim – Der Übertragungsnetzbetreiber TenneT ist in Deutschland für die Anbindung der Offshore-Windenergieanlagen in der Nordsee zuständig. In der Vergangenheit hatte das Unternehmen teilweise große Probleme die Netzanschlusstermine einzuhalten. Ungeachtet dessen soll der niederländische Netzbetreiber nun auch im Heimatland die Offshore-Netze entwickeln. Die Zeit drängt bereits.

Tennet ist nun offiziell mit der Netzanbindung der Offshore-Windparks in den Niederlanden betraut worden. Mit einer Gesamtkapazität von 3.450 Megawatt (MW) sollen im niederländischen Teil der Nordsee bis 2023 Offshore-Windparks errichtet und von TenneT an das nationale Stromnetz angebunden werden. Das Unternehmen begrüßte die Entscheidung der niederländischen Regierung.

TenneT erhält Auftrag von der niederländischen Regierung

Die Niederlande setzen verstärkt auch auf Offshore-Windenergie. Laut einem neuen Abkommen sollen bis zum Jahr 2023 umfangreiche Offshore-Kapazitäten im niederländischen Teil der Nordsee errichtet werden. Dementsprechend müssen die Windkraftanlagen mit dem nationalen Stromnetz verbunden werden, hier kommt nun der Übertragungsnetzbetreiber TenneT ins Spiel. Dies verkündete die niederländische Regierung und hat ihre Entscheidung in einem Brief an das Unterhaus des niederländischen Parlaments erklärt. TenneT soll demnach mit der Netzanbindung für sämtliche Offshore-Windparks mit einer voraussichtlichen Gesamtkapazität von 3.450 Megawatt (MW) beauftragt werden.

Mel Kroon, Geschäftsführer bei TenneT, kommentierte, dass sein Unternehmen sehr daran interessiert sei, dass die Energiewende in den Niederlanden durch die Realisierung eines zukunftssicheren Offshore-Netzes vorangetrieben werde. Alle erforderlichen Investitionen in die Offshore-Infrastruktur würden mit Hilfe von TenneT zu einer Reihe von Synergieeffekten in Bereichen wie Finanzierung, Beschaffung, Standardisierung und Wissensentwicklung führen. Durch eine enge Zusammenarbeit mit allen Beteiligten, darunter natürlich auch den Windpark-Entwicklern, will TenneT die bevorstehende Aufgabe meistern.

Standardisierung ermöglicht Kostenersparnis

Basierend auf der Entscheidung der Regierung, hat TenneT eigenen Angaben zufolge bereits mit den notwendigen Vorbereitungen begonnen. Der Übertragungsnetzbetreiber plant, eine Reihe von Wechselstrom-Verbindungen zu konstruieren, mit denen die Windparks direkt an das Stromnetz angschlossen werden sollen. In Deutschland erfolgt der Netzanschluss im Gegensatz dazu mit Hilfe von Hochspannungsgleichstrom-Leitungen, da die meisten Offshore-Windparks weit draußen auf dem Meer liegen. Mit Hilfe von großen standardisierten Offshore-Plattformen will Tennet in den Niederlanden zudem Kostenersparnisse durch Skaleneffekte erreichen.



Quelle: IWR Online, 24.06.2014