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Europäische Investitionsbank EIB sagt Milliarden Bürgschaften für Windindustrie zu

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Luxemburg - Da der Windenergie-Ausbau in der EU den Zielen bislang hinterherhinkt, hat die Kommission im Herbst ein neues Maßnahmenpaket vorgelegt. Der European Wind Power Action Plan sieht unter anderem für Unternehmen einen besseren Zugang zu Finanzierungsmöglichkeiten vor. Die Europäische Investitionsbank (EIB) hat jetzt ein entsprechendes Finanz-Paket beschlossen.

Der Verwaltungsrat der Europäischen Investitionsbank (EIB) hat ein Paket mit einem Volumen von 5 Mrd. Euro für Unternehmen der Windindustrie angekündigt. Die Finanzierung ist Teil des Beitrags der EIB zum Maßnahmenpaket für den Windenergiesektor in Europa, das einen fairen und schnellen Übergang zur Klimaneutralität unterstützen und die industrielle Wertschöpfung in Europa fördern soll. Darüber hinaus hat der Verwaltungsrat ein Paket mit einem Volumen von 20,4 Mrd. Euro für neue Investitionen in Energie, Verkehr, Unternehmen, Bildung, Wasser und regionale Entwicklung in Europa und weltweit gebilligt.

Zweckgebundenes Paket an Rückbürgschaften soll Zugang zu Finanzierungen im Windsektor erleichtern

Der EIB Verwaltungsrat hat beschlossen, den Zugang zu Finanzierungen für Windprojekte zu erleichtern, um neue Investitionen im Windsektor anzuschieben. Der Beschluss folgt auf die Zusage der EIB, 45 Mrd. Euro an zusätzlichen Finanzierungen für REPowerEU bereitzustellen. Der EU-Plan soll die Dekarbonisierung der europäischen Wirtschaft beschleunigen und mit Blick auf die industriepolitischen Konkurrenzprogramme in den USA und China eine hochmoderne Fertigung in strategisch wichtigen Netto-Null-Technologien fördern.

Konkret wird die EIB 5 Mrd. Euro an Rückbürgschaften für Geschäftsbanken bereitstellen, die Garantien für Investitionen von Unternehmen im Windsektor stellen und dadurch Kreditrisiken absichern. Dies soll Windprojekte im Umfang von 80 Mrd. Euro auf den Weg bringen und dazu beitragen, die installierte Erzeugungsleistung um 32.000 MW (32 GW) zu erhöhen.

Mit den Garantien werden Investitionen von Unternehmen der Windindustrie abgesichert, die Ausrüstung für Windparks und deren Netzanbindung sowie wichtige Bauteile fertigen. Die Förderung ist ein Kernelement der abgestimmten Unterstützung von EIB und Europäischer Kommission für den europäischen Windsektor im Rahmen des europäischen Grünen Deals.

„Die heutigen Beschlüsse des Verwaltungsrats unterstreichen unseren Willen, das volle Arsenal unserer Ressourcen für die Saubere-Energie-Revolution einzusetzen. Worte sind wichtig, aber sie sind nicht genug. Wir brauchen dringend Taten und echte Ergebnisse. Das Klima hängt davon ab und auch Europas Wettbewerbsfähigkeit, Innovation und Energiesicherheit“, kommentiert EIB-Präsident Werner Hoyer den Beschluss des Verwaltungsrates.

EIB genehmigt weitere Mittel für Investitionen in Energie, Verkehr, Unternehmen und Stadtentwicklung

Im Rahmen des zusätzlich von der EIB gebilligten Paketes für Investitionen in Energie, Verkehr, Unternehmen, Bildung, Wasser und regionale Entwicklung in Europa und weltweit mit einem Volumen von 20,4 Mrd. Euro hat der Verwaltungsrat im Bereich Energien neue Finanzierungen für einen großen Offshore-Windpark in der Nordsee sowie zwei große Solarparks und die Entwicklung kleiner Erneuerbare-Energien-Projekte in Spanien genehmigt. Gefördert werden auch das erste kommerzielle Solarkraftwerk im Kosovo, ein neues Solarprogramm in Brasilien und der erste grenzüberschreitende Stromverbund zwischen Tunesien und Italien, der den Austausch von Ökostrom im Mittelmeerraum erleichtern soll. Weitere Mittel fließen in die Modernisierung und den Ausbau von Fernwärmenetzen in Frankreich.

Im Verkehrssektor hat die EIB insgesamt 4 Mrd. Euro für neue Projekte freigegeben. Dazu zählen unter anderem Investitionen in den Regionalverkehr rund um Brüssel. Konkret sollen 63 Kilometer Schiene modernisiert und mehr als 220 neue Busse, Straßenbahnen und Züge beschafft werden. Die EIB genehmigte auch Projekte, die Verkehrsengpässe in Nordpolen entschärfen, die Straßensicherheit und die Ladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge in Italien verbessern und das E-Auto-Leasing in Rumänien fördern sollen. Finanziert werden außerdem neue Züge in Litauen und über 50 kleine Schienenprojekte in Kroatien.

Die EIB genehmigte auch Finanzierungen für Verkehrsinvestitionen in der Ukraine, darunter Hilfen für die Instandsetzung beschädigter Straßen und Brücken, die Wiederherstellung wichtiger Straßenverbindungen zur EU und den Ausbau von Grenzübergängen. Daneben fördert die Bank Investitionen in Moldau, die das Schienennetz leistungsfähiger machen und die Anbindung der Ukraine verbessern.

Darüber hinaus hat die EIB umfangreiche Finanzmittel für Innovationen und Geschäftsinvestitionen von Unternehmen sowie die regionale Entwicklung in verschiedenen Ländern bereitgestellt. Außerdem genehmigte die Bank Gelder für eine nachhaltige Forstwirtschaft, die Lebensmittelproduktion und den Ökotourismus in ländlichen Teilen Marokkos.

© IWR, 2023


15.12.2023

 



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