Europas Batteriemärkte im Aufschwung: Deutschland führt, Rumänien und Bulgarien steigen auf
Zwischen 2024 und 2025 stieg die installierte Batteriekapazität in Europa laut Bericht von Aurora auf über 17 GW, bis zum Jahr 2030 wird ein Anstieg auf mehr als 80 GW prognostiziert. Aus technologischer Sicht gewinnen dabei besonders langlebige Batterien an Bedeutung. Investitionen in 4-Stunden-Speicher machen bereits die Hälfte der erwarteten Investitionen von 24 Milliarden Euro bis 2030 aus.
Führende Märkte dominieren Investitionslandschaft
Deutschland ist Spitzenreiter bei der Entwicklung von Batteriespeichern in Europa. Nach der Analyse von Aurora Energy Research profitiert der Markt von hoher Flexibilitätsnachfrage im Zuge der Dekarbonisierung. Großbritannien belegt Platz zwei, gestützt durch beträchtliche installierte Kapazitäten und vielfältige Einnahmequellen. Italien zeigt kurzfristig Fortschritte durch das staatliche MACSE-Programm, das insbesondere die Errichtung von Langzeitspeichern unterstützt.
Der BATMAR-Bericht untersucht 28 europäische Länder nach ihrer Attraktivität für Batteriespeicherinvestitionen. Bewertet werden Marktwachstum, regulatorische Rahmenbedingungen, Einnahmequellen und Flexibilitätsbedarf.
Zwischen 2024 und 2025 stieg die installierte Kapazität um über 7 GW auf knapp über 17 GW, Prognosen gehen von mehr als 80 GW bis 2030 aus. Besonders 4-Stunden-Batterien stehen im Fokus.
Aufstrebende Märkte und neue Herausforderungen
Neben etablierten Märkten gewinnen aufstrebende Regionen an Bedeutung. Rumänien und Bulgarien gehören laut dem Bericht nun zu den zehn wichtigsten Batteriemärkten Europas. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und verstärkte politische Unterstützung tragen zur Attraktivität bei.
„Die Batteriemärkte in Europa entwickeln sich rasant. Sie befinden sich jedoch noch in unterschiedlichen Entwicklungsstadien: Während Großbritannien, Deutschland und Italien bereits weit fortgeschritten sind und daher mit Herausforderungen wie Netzanschlussbeschränkungen konfrontiert sind, gehen die ersten Projekte in jüngeren Märkten erst 2026 oder später ans Netz“, sagt Eva Zimmermann, Senior Research Associate bei Aurora Energy Research.
Anne Geschke, leitende Forschungsanalystin für Europa, ergänzt: „Risikoscheue Marktteilnehmer könnten sich an bestehenden Projekten in reiferen Märkten beteiligen, während andere Chancen in Märkten suchen, in denen Batteriespeicher erst jetzt an Bedeutung gewinnen.“
Mit wachsendem Batterieausbau treten neue Herausforderungen auf. Flexibilität im Stromnetz wird zunehmend zum kritischen Faktor, während Fragen zu Netzanschlussvereinbarungen (Flexible Grid Connection Agreements, FCA) die Wirtschaftlichkeit von Projekten beeinflussen. Jörn Richstein, Forschungsleiter bei Aurora Energy Research, erklärt: „Da die Realisierung von Großprojekten in Märkten mit wenigen sicheren Cashflows immer schwieriger wird, beginnen Batterieinvestoren, sich innovativeren Abnahmestrukturen wie Mautverträgen zuzuwenden.“
Chancen für Investoren in neuen Märkten
Die Analyse zeigt, dass die Dynamik der Batteriemärkte nicht nur Investitionen, sondern auch innovative Geschäftsmodelle und regulatorische Anpassungen erfordert. Während etablierte Märkte wachsen, eröffnen neue Märkte Chancen für Investoren, die bereit sind, frühzeitig zu agieren.
© IWR, 2026
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