Niederlande vollziehen Kurswechsel bei Offshore-Wind-Ausschreibungen – Modalitäten für 2 GW IJmuiden Ver Gamma-A und Gamma-B festgelegt
Neues Vergabemodell kombiniert zwei Auktionsverfahren
Die Ausschreibungen für IJmuiden Ver Gamma-A und Gamma-B sehen zwei unterschiedliche Auktionsverfahren vor. Projektentwickler können Angebote für eine förderfreie, marktbasierte Auktion sowie für eine staatlich abgesicherte CfD-Auktion (Contract for Difference) abgeben. Die Markt-Auktion hat dabei Vorrang, da die niederländische Regierung zunächst eine Realisierung ohne staatliche Förderung ermöglichen will.
Bei der Markt-Auktion erhält der Bieter mit dem höchsten Einmalgebot den Zuschlag. Im CfD-Verfahren geben die Bewerber einen eigenen Strike Price an, der maximal bei 11,6 Cent/kWh liegen darf. Den Zuschlag erhält in diesem Verfahren der Bewerber mit dem niedrigsten Strike Price.
Beim zweiseitigen CfD-Modell gleicht der Staat die Differenz aus, wenn der Marktpreis unter dem vereinbarten Strike Price liegt. Liegt der Marktpreis darüber, muss der Betreiber die Differenz zurückzahlen. Eine Untergrenze von 3,7 Cent/kWh begrenzt das staatliche Risiko nach unten, während eine Obergrenze von 13,4 Cent/kWh die maximale Differenzrückzahlung zum Strike Price für den Projektentwickler begrenzt. Die CfD-Laufzeit beträgt 15 Jahre. Als Sicherheitsleistung müssen die Projektentwickler eine Bankgarantie über 100 Millionen Euro hinterlegen.
Lieferketten und Nachhaltigkeit werden Teil der Ausschreibung
Die Ausschreibungsbedingungen enthalten umfangreiche Vorgaben für Lieferketten, Cybersicherheit und Kreislaufwirtschaft. Mindestens 75 Prozent der Windturbinen dürfen nicht aus China stammen. Schlüsselkomponenten wie Antriebssysteme und Generatoren sind grundsätzlich von chinesischer Herkunft ausgeschlossen.
Darüber hinaus dürfen nicht mehr als 85 Prozent der Permanentmagnete aller Turbinen aus einem einzigen Drittland stammen. Die operative Kontrolle über die Anlage muss während der gesamten Betriebsdauer bei einem Unternehmen mit Sitz im Europäischen Wirtschaftsraum verbleiben. Zudem müssen vollständige digitale Stücklisten aller Hardware-, Software- und Firmware-Komponenten vorgelegt werden.
Im Bereich Kreislaufwirtschaft schreibt die Ausschreibung vor, dass mindestens 70 Prozent des Gewichts der Rotorblätter recycelbar sein müssen.
Offshore-Windzone IJmuiden Ver als zentrale Ausbaufläche in der Nordsee
Die Offshore-Windzone IJmuiden Ver in der Nordsee umfasst vier geplante Standorte: Alpha, Beta, Gamma-A und Gamma-B. Zusammen soll die Zone rund 6 GW Offshore-Windleistung erreichen. Die Vergabe der Flächen Alpha und Beta wurde bereits abgeschlossen.
Mit Gamma-A und Gamma-B führt die niederländische Regierung die Vergabe der strategisch wichtigen Offshore-Windzone weiter. Die finalen Ausschreibungsmodalitäten für die zwei 1-GW-Flächen wurden im Juni 2026 festgelegt. Die Ausschreibungen für beide Projekte starten am 26. November 2026 und enden am 10. Dezember 2026. Die Genehmigungsentscheidungen werden für das erste Quartal 2027 erwartet, die Inbetriebnahme der Windparks ist für 2032 vorgesehen.
Über den Offshore-Windmarkt in den Niederlanden und die niederländische Roadmap
Die Niederlande gehören zu den führenden Offshore-Windmärkten weltweit und liegen bei der installierten Offshore-Windleistung hinter China, dem Vereinigten Königreich und Deutschland auf Rang vier. Der Ausbau der Windenergie auf See soll dazu beitragen, die Abhängigkeit von fossilen Energieimporten zu reduzieren und die Klimaziele des Landes zu erreichen.
Die niederländische Regierung verfolgt mit der Offshore Wind Energy Roadmap (Routekaart Windenergie op Zee) einen langfristig angelegten Ausbaupfad. Das ursprüngliche Ziel von 21 GW Offshore-Windkraftleistung bis 2030 wurde auf 2032 verschoben. Im aktualisierten Ausbauplan ist bis 2032 eine Offshore-Windleistung von rund 23 GW vorgesehen. Bis 2040 sollen 30 bis 40 GW erreicht werden, langfristig strebt die Regierung bis 2050 rund 70 GW Offshore-Windleistung an.
Die aktuell installierte Offshore-Windleistung in den Niederlanden liegt nach Angaben des Global Wind Energy Council (GWEC) Ende 2025 bei rund 4,8 GW. Die Umsetzung der ambitionierten Ausbauziele hängt maßgeblich davon ab, ob Projekte unter den veränderten Rahmenbedingungen wirtschaftlich realisiert werden können. Das neue Ausschreibungsdesign mit einer Kombination aus Markt-Auktion und CfD-Auktion soll dafür wieder mehr Investitionssicherheit schaffen.
Die Ausschreibungsbedingungen enthalten umfangreiche Vorgaben für Lieferketten, Cybersicherheit und Kreislaufwirtschaft. Mindestens 75 Prozent der Windturbinen dürfen nicht aus China stammen. Schlüsselkomponenten wie Antriebssysteme und Generatoren sind grundsätzlich von chinesischer Herkunft ausgeschlossen.
Darüber hinaus dürfen nicht mehr als 85 Prozent der Permanentmagnete aller Turbinen aus einem einzigen Drittland stammen. Die operative Kontrolle über die Anlage muss während der gesamten Betriebsdauer bei einem Unternehmen mit Sitz im Europäischen Wirtschaftsraum verbleiben. Zudem müssen vollständige digitale Stücklisten aller Hardware-, Software- und Firmware-Komponenten vorgelegt werden.
Im Bereich Kreislaufwirtschaft schreibt die Ausschreibung vor, dass mindestens 70 Prozent des Gewichts der Rotorblätter recycelbar sein müssen.
Offshore-Windzone IJmuiden Ver als zentrale Ausbaufläche in der Nordsee
Die Offshore-Windzone IJmuiden Ver in der Nordsee umfasst vier geplante Standorte: Alpha, Beta, Gamma-A und Gamma-B. Zusammen soll die Zone rund 6 GW Offshore-Windleistung erreichen. Die Vergabe der Flächen Alpha und Beta wurde bereits abgeschlossen.
Mit Gamma-A und Gamma-B führt die niederländische Regierung die Vergabe der strategisch wichtigen Offshore-Windzone weiter. Die finalen Ausschreibungsmodalitäten für die zwei 1-GW-Flächen wurden im Juni 2026 festgelegt. Die Ausschreibungen für beide Projekte starten am 26. November 2026 und enden am 10. Dezember 2026. Die Genehmigungsentscheidungen werden für das erste Quartal 2027 erwartet, die Inbetriebnahme der Windparks ist für 2032 vorgesehen.
Über den Offshore-Windmarkt in den Niederlanden und die niederländische Roadmap
Die Niederlande gehören zu den führenden Offshore-Windmärkten weltweit und liegen bei der installierten Offshore-Windleistung hinter China, dem Vereinigten Königreich und Deutschland auf Rang vier. Der Ausbau der Windenergie auf See soll dazu beitragen, die Abhängigkeit von fossilen Energieimporten zu reduzieren und die Klimaziele des Landes zu erreichen.
Die niederländische Regierung verfolgt mit der Offshore Wind Energy Roadmap (Routekaart Windenergie op Zee) einen langfristig angelegten Ausbaupfad. Das ursprüngliche Ziel von 21 GW Offshore-Windkraftleistung bis 2030 wurde auf 2032 verschoben. Im aktualisierten Ausbauplan ist bis 2032 eine Offshore-Windleistung von rund 23 GW vorgesehen. Bis 2040 sollen 30 bis 40 GW erreicht werden, langfristig strebt die Regierung bis 2050 rund 70 GW Offshore-Windleistung an.
Die aktuell installierte Offshore-Windleistung in den Niederlanden liegt nach Angaben des Global Wind Energy Council (GWEC) Ende 2025 bei rund 4,8 GW. Die Umsetzung der ambitionierten Ausbauziele hängt maßgeblich davon ab, ob Projekte unter den veränderten Rahmenbedingungen wirtschaftlich realisiert werden können. Das neue Ausschreibungsdesign mit einer Kombination aus Markt-Auktion und CfD-Auktion soll dafür wieder mehr Investitionssicherheit schaffen.
Die Niederlande gehören zu den führenden Offshore-Windmärkten weltweit und liegen bei der installierten Offshore-Windleistung hinter China, dem Vereinigten Königreich und Deutschland auf Rang vier. Der Ausbau der Windenergie auf See soll dazu beitragen, die Abhängigkeit von fossilen Energieimporten zu reduzieren und die Klimaziele des Landes zu erreichen.
Die niederländische Regierung verfolgt mit der Offshore Wind Energy Roadmap (Routekaart Windenergie op Zee) einen langfristig angelegten Ausbaupfad. Das ursprüngliche Ziel von 21 GW Offshore-Windkraftleistung bis 2030 wurde auf 2032 verschoben. Im aktualisierten Ausbauplan ist bis 2032 eine Offshore-Windleistung von rund 23 GW vorgesehen. Bis 2040 sollen 30 bis 40 GW erreicht werden, langfristig strebt die Regierung bis 2050 rund 70 GW Offshore-Windleistung an.
Die aktuell installierte Offshore-Windleistung in den Niederlanden liegt nach Angaben des Global Wind Energy Council (GWEC) Ende 2025 bei rund 4,8 GW. Die Umsetzung der ambitionierten Ausbauziele hängt maßgeblich davon ab, ob Projekte unter den veränderten Rahmenbedingungen wirtschaftlich realisiert werden können. Das neue Ausschreibungsdesign mit einer Kombination aus Markt-Auktion und CfD-Auktion soll dafür wieder mehr Investitionssicherheit schaffen.
© IWR, 2026
Weitere Meldungen rund um die Offshore Windenergie
Newsticker Offshore Windenergie - Niederlande
RWE und Total Energies: Fortschritte beim Bau des Offshore Windparks Oranje Wind in den Niederlanden
Internationaler Offshore-Windmarkt: China 2024 bei Offshore-Windenergie weiter führend - über 39.000 MW am Netz
Europa - Offshore-Windindstrom nach Ländern
Weltgrößter Offshore Windpark steht: Letzte Windturbine im 1500 MW-Offshore Windpark Hollandse Kust Zuid errichtet
Offshore Windpark Niederlande: Vattenfall und BASF beteiligen sich an Ausschreibung für Hollandse West
Mega Offshore Windpark: Vattenfall verkauft Offshore Windstrom an Air Liquide
Neues Stellenangebot bei der Energieforen Leipzig GmbH (Leipzig): Projektmanager Digitalisierung & IT (all people)
Energieforen Leipzig GmbH sucht Projektmanager Digitalisierung & IT (all people)
Frankreich: Erste Windturbine für 500-MW-Offshore-Windpark Dieppe Le Tréport installiert
Neue 2-GW-Klasse für Offshore-Wind: Siemens Energy baut Konverterplattform mit deutscher Wertschöpfung
Großbritannien forciert Offshore-Ausbau: RWE und SSE erhalten Baugenehmigung für 1-GW-Offshore-Windpark North Falls vor Großbritannien
Britische Regierung auf Offshore-Windkurs 2030: Großbritannien genehmigt Mega-Offshore-Windprojekt Dogger Bank South von RWE
Frankreich erreicht 2.000 MW Offshore Windkraftleistung: Frankreich nimmt nächsten Offshore-Windpark in Betrieb – Dieppe–Le Tréport kurz vor Start
Frankreich startet 10-GW-Offshore-Wind-Ausschreibung – Industriepolitik rückt in den Mittelpunkt
22.06.2026Newsticker Offshore Windenergie - Niederlande
RWE und Total Energies: Fortschritte beim Bau des Offshore Windparks Oranje Wind in den Niederlanden
Internationaler Offshore-Windmarkt: China 2024 bei Offshore-Windenergie weiter führend - über 39.000 MW am Netz
Europa - Offshore-Windindstrom nach Ländern
Weltgrößter Offshore Windpark steht: Letzte Windturbine im 1500 MW-Offshore Windpark Hollandse Kust Zuid errichtet
Offshore Windpark Niederlande: Vattenfall und BASF beteiligen sich an Ausschreibung für Hollandse West
Mega Offshore Windpark: Vattenfall verkauft Offshore Windstrom an Air Liquide
Neues Stellenangebot bei der Energieforen Leipzig GmbH (Leipzig): Projektmanager Digitalisierung & IT (all people)
Energieforen Leipzig GmbH sucht Projektmanager Digitalisierung & IT (all people)
Frankreich: Erste Windturbine für 500-MW-Offshore-Windpark Dieppe Le Tréport installiert
Neue 2-GW-Klasse für Offshore-Wind: Siemens Energy baut Konverterplattform mit deutscher Wertschöpfung
Großbritannien forciert Offshore-Ausbau: RWE und SSE erhalten Baugenehmigung für 1-GW-Offshore-Windpark North Falls vor Großbritannien
Britische Regierung auf Offshore-Windkurs 2030: Großbritannien genehmigt Mega-Offshore-Windprojekt Dogger Bank South von RWE
Frankreich erreicht 2.000 MW Offshore Windkraftleistung: Frankreich nimmt nächsten Offshore-Windpark in Betrieb – Dieppe–Le Tréport kurz vor Start
Frankreich startet 10-GW-Offshore-Wind-Ausschreibung – Industriepolitik rückt in den Mittelpunkt
Pressemappen - mit Original-Pressemitteilungen


