Agri-Photovoltaik-Ausbau in NRW: Land weiht bislang größtes Projekt in Wadersloh ein
23-MW-Agri-PV-Anlage schützt Heidelbeerplantage vor Wetterextremen
Auf dem Betrieb von Landwirt Philipp Hoberg in Wadersloh-Liesborn in Nordrhein-Westfalen überdecken rund 40.000 Solarmodule mit einer Gesamtleistung von rund 23 MWp eine 17 Hektar große Heidelbeer-Plantage. Die Module schützen die Pflanzen vor Starkregen, Frost und extremer Hitze und liefern dem Landwirt gleichzeitig zusätzliche Einnahmen aus dem Stromverkauf. Die Modulreihen sind teils in Ost-West-, teils in Südausrichtung errichtet, um Kulturschutz und Stromertrag zu verbinden. Nach Angaben von NRW.Energy4Climate handelt es sich um die größte Agri-PV-Anlage Nordrhein-Westfalens und um eine der größten Anlagen Deutschlands. Der erzeugte Strom wird außerhalb der EEG-Vergütung direkt am Strommarkt vermarktet. „Sonnen-Ernte auf 17 Hektar – mit Agri-Photovoltaik wie hier in Wadersloh nutzen wir unsere wertvollen Äcker auch für klimafreundliche Energie. Davon profitieren Landwirtinnen, Landwirte und wir alle", so NRW-Klimaschutzministerin Mona Neubaur bei der Einweihung.
Landesgesellschaft begleitete Projekt von Anfang an
Die Anlage entstand mit Unterstützung der Landesgesellschaft NRW.Energy4Climate, die das Projekt bereits seit der ersten Idee fachlich begleitet hat. Umgesetzt wurde die Anlage vom Projektierungsunternehmen B&W Energy mit Sitz in Heiden im Münsterland, das seit 2003 Solar- und Speicherprojekte plant und realisiert. NRW.Energy4Climate-Geschäftsführerin Katharina Schubert ordnet das Projekt in den größeren Zusammenhang von Klimaschutz und Klimaanpassung in der Landwirtschaft ein: „Landwirtschaft und Erneuerbare Energien sind keine Konkurrenten, sondern Verbündete. Nicht nur wir Menschen leiden unter dem fortschreitenden Klimawandel. Extremwetterereignisse machen auch unseren Landwirten zu schaffen, treiben Kosten und Verbraucherpreise in die Höhe."
Beeren-Agri-PV verlässt den Forschungsmaßstab
Agri-Photovoltaik mit Beerenkulturen war bislang überwiegend Gegenstand von Forschungs- und Pilotprojekten. Ein RWE-Vorhaben im Rheinischen Revier testet auf sieben Hektar bei Bedburg drei Anlagenkonzepte, darunter eine Variante für Himbeeren und Heidelbeeren, mit rund drei Megawatt Peak, unterstützt über das Landesprogramm progres.nrw. Auch andere aktuelle Projekte, etwa an der Universität Freiburg oder in der Schweiz, bleiben im Forschungsmaßstab. Mit rund 23 Megawatt Peak und einem Landwirt als wirtschaftlichem Betreiber dürfte die Anlage in Wadersloh damit bei Beeren-Agri-PV den Übergang von Forschungs- und Pilotprojekten zur kommerziellen Anwendung markieren.
Wadersloh als Vorzeigeprojekt für weitere Anlagen
NRW.Energy4Climate präsentiert die Anlage als Beispiel im Rahmen der Kampagne „Das geht in NRW!", mit der die Landesgesellschaft Vorzeigeprojekte der Energiewende öffentlich sichtbar macht. Nach Einschätzung der Landesgesellschaft kann Wadersloh als Blaupause für weitere Agri-PV-Anlagen dienen.
Die Anlage entstand mit Unterstützung der Landesgesellschaft NRW.Energy4Climate, die das Projekt bereits seit der ersten Idee fachlich begleitet hat. Umgesetzt wurde die Anlage vom Projektierungsunternehmen B&W Energy mit Sitz in Heiden im Münsterland, das seit 2003 Solar- und Speicherprojekte plant und realisiert. NRW.Energy4Climate-Geschäftsführerin Katharina Schubert ordnet das Projekt in den größeren Zusammenhang von Klimaschutz und Klimaanpassung in der Landwirtschaft ein: „Landwirtschaft und Erneuerbare Energien sind keine Konkurrenten, sondern Verbündete. Nicht nur wir Menschen leiden unter dem fortschreitenden Klimawandel. Extremwetterereignisse machen auch unseren Landwirten zu schaffen, treiben Kosten und Verbraucherpreise in die Höhe."
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Wadersloh als Vorzeigeprojekt für weitere Anlagen
NRW.Energy4Climate präsentiert die Anlage als Beispiel im Rahmen der Kampagne „Das geht in NRW!", mit der die Landesgesellschaft Vorzeigeprojekte der Energiewende öffentlich sichtbar macht. Nach Einschätzung der Landesgesellschaft kann Wadersloh als Blaupause für weitere Agri-PV-Anlagen dienen.
NRW.Energy4Climate präsentiert die Anlage als Beispiel im Rahmen der Kampagne „Das geht in NRW!", mit der die Landesgesellschaft Vorzeigeprojekte der Energiewende öffentlich sichtbar macht. Nach Einschätzung der Landesgesellschaft kann Wadersloh als Blaupause für weitere Agri-PV-Anlagen dienen.
© IWR, 2026
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