Regelenergiemarkt im Wandel: Vattenfall steigt mit 200 MW Offshore-Windleistung ein
Veja Mate: 200 MW für den Regelenergiemarkt präqualifiziert
Der Offshore-Windpark Veja Mate liegt rund 95 Kilometer nordwestlich von Borkum in der Nordsee. Seine 67 Windenergieanlagen verfügen über eine installierte Gesamtleistung von rund 416 MW. Vattenfall bezeichnet die 200 MW als die bislang größte Leistung an Regelenergie aus Offshore-Wind. Die für Regelenergie präqualifizierte Leistung entspricht damit rechnerisch knapp der Hälfte der Windparkleistung.
Die Präqualifikation erfolgte in der Regelzone des Übertragungsnetzbetreibers Tennet. Nach Angaben der Betreibergesellschaft Veja Mate Offshore Project GmbH wurden die Windenergieanlagen für Sekundärregelleistung (aFRR) präqualifiziert und können künftig bis zu 200 MW positive und negative Regelenergie bereitstellen. Die tatsächlich verfügbare Regelleistung hängt unter anderem von den Windverhältnissen und dem jeweiligen Anlagenbetrieb ab.
Vattenfall ist für die Direktvermarktung und Optimierung der Stromerzeugung zuständig und erweitert diese Tätigkeit nun um die Regelenergievermarktung. Das Unternehmen strebt weitere Präqualifikationen an, unter anderem für Offshore-Windparks, Photovoltaikanlagen in Kombination mit Großbatterien und externe Batteriespeicher.
Regelenergiemarkt: Windparks erschließen zusätzliche Erlösquellen
Regelenergie dient dazu, kurzfristige Ungleichgewichte zwischen Stromerzeugung und Verbrauch auszugleichen und die Netzfrequenz bei 50 Hertz zu stabilisieren. Die Übertragungsnetzbetreiber beschaffen dafür Leistungsreserven, die bei Bedarf aktiviert werden.
Windenergieanlagen können negative Regelleistung bereitstellen, indem sie ihre Stromproduktion gezielt reduzieren. Für positive Regelleistung müssen sie dagegen zusätzliche Einspeisemöglichkeiten vorhalten, beispielsweise durch eine zuvor gedrosselte Stromerzeugung. Voraussetzung sind eine präzise Anlagensteuerung und zuverlässige Prognosen der verfügbaren Windleistung.
Für Windparkbetreiber eröffnet die Teilnahme am Regelenergiemarkt zusätzliche Erlösmöglichkeiten. Möglichen Einnahmen aus der Bereitstellung und dem Abruf von Regelenergie stehen gegebenenfalls Einbußen bei der regulären Stromvermarktung gegenüber. Die Präqualifikation allein garantiert deshalb noch keine zusätzlichen Erlöse. Entscheidend sind unter anderem die Zuschläge bei den Ausschreibungen und die jeweiligen Marktpreise.
Offshore-Wind im Regelenergiemarkt: Von Borkum Riffgrund 1 bis Veja Mate
Die Bereitstellung von Regelenergie aus Offshore-Windparks begann in Deutschland bereits im Mai 2022. Damals stellte Ørsteds Offshore-Windpark Borkum Riffgrund 1 erstmals Regelreserve für das deutsche Stromnetz bereit. Die technische Zulassung umfasste Sekundärregelleistung und Minutenreserve.
Im Februar 2025 teilte RWE mit, dass der Offshore-Windpark Amrumbank West für die Bereitstellung von 60 MW Sekundärregelleistung präqualifiziert wurde. Im Juli 2026 folgte der Vermarktungsstart von rund 70 MW negativer Sekundärregelleistung aus dem Trianel Windpark Borkum I. Mit Veja Mate erweitert sich das Angebot nun um einen weiteren großen Offshore-Windpark.
Auch Onshore-Windparks beteiligen sich zunehmend am Regelenergiemarkt. Seit Juli 2025 vermarktet MVV Sekundärregelleistung aus einem Onshore-Windpark in Hessen. Im Dezember 2025 folgte ein Windparkpool am Standort Huje in Schleswig-Holstein mit rund 28 MW präqualifizierter Flexibilität in der Tennet-Regelzone.
Windenergie gewinnt im Regelenergiemarkt an Bedeutung
Mit der zunehmenden Präqualifikation von Offshore- und Onshore-Windparks erweitert sich das Angebot an Regelenergie aus erneuerbaren Energien. Während konventionelle Kraftwerke, Pumpspeicher und Batteriespeicher bereits etablierte Marktteilnehmer sind, erschließt sich die Windenergie schrittweise zusätzliche Einsatzmöglichkeiten im Stromsystem. Die Entwicklung von den ersten Offshore-Präqualifikationen bis zu den 200 MW von Veja Mate zeigt, dass inzwischen auch größere Windparkleistungen für den Regelenergiemarkt erschlossen werden.
Regelenergie dient dazu, kurzfristige Ungleichgewichte zwischen Stromerzeugung und Verbrauch auszugleichen und die Netzfrequenz bei 50 Hertz zu stabilisieren. Die Übertragungsnetzbetreiber beschaffen dafür Leistungsreserven, die bei Bedarf aktiviert werden.
Windenergieanlagen können negative Regelleistung bereitstellen, indem sie ihre Stromproduktion gezielt reduzieren. Für positive Regelleistung müssen sie dagegen zusätzliche Einspeisemöglichkeiten vorhalten, beispielsweise durch eine zuvor gedrosselte Stromerzeugung. Voraussetzung sind eine präzise Anlagensteuerung und zuverlässige Prognosen der verfügbaren Windleistung.
Für Windparkbetreiber eröffnet die Teilnahme am Regelenergiemarkt zusätzliche Erlösmöglichkeiten. Möglichen Einnahmen aus der Bereitstellung und dem Abruf von Regelenergie stehen gegebenenfalls Einbußen bei der regulären Stromvermarktung gegenüber. Die Präqualifikation allein garantiert deshalb noch keine zusätzlichen Erlöse. Entscheidend sind unter anderem die Zuschläge bei den Ausschreibungen und die jeweiligen Marktpreise.
Offshore-Wind im Regelenergiemarkt: Von Borkum Riffgrund 1 bis Veja Mate
Die Bereitstellung von Regelenergie aus Offshore-Windparks begann in Deutschland bereits im Mai 2022. Damals stellte Ørsteds Offshore-Windpark Borkum Riffgrund 1 erstmals Regelreserve für das deutsche Stromnetz bereit. Die technische Zulassung umfasste Sekundärregelleistung und Minutenreserve.
Im Februar 2025 teilte RWE mit, dass der Offshore-Windpark Amrumbank West für die Bereitstellung von 60 MW Sekundärregelleistung präqualifiziert wurde. Im Juli 2026 folgte der Vermarktungsstart von rund 70 MW negativer Sekundärregelleistung aus dem Trianel Windpark Borkum I. Mit Veja Mate erweitert sich das Angebot nun um einen weiteren großen Offshore-Windpark.
Auch Onshore-Windparks beteiligen sich zunehmend am Regelenergiemarkt. Seit Juli 2025 vermarktet MVV Sekundärregelleistung aus einem Onshore-Windpark in Hessen. Im Dezember 2025 folgte ein Windparkpool am Standort Huje in Schleswig-Holstein mit rund 28 MW präqualifizierter Flexibilität in der Tennet-Regelzone.
Windenergie gewinnt im Regelenergiemarkt an Bedeutung
Mit der zunehmenden Präqualifikation von Offshore- und Onshore-Windparks erweitert sich das Angebot an Regelenergie aus erneuerbaren Energien. Während konventionelle Kraftwerke, Pumpspeicher und Batteriespeicher bereits etablierte Marktteilnehmer sind, erschließt sich die Windenergie schrittweise zusätzliche Einsatzmöglichkeiten im Stromsystem. Die Entwicklung von den ersten Offshore-Präqualifikationen bis zu den 200 MW von Veja Mate zeigt, dass inzwischen auch größere Windparkleistungen für den Regelenergiemarkt erschlossen werden.
Mit der zunehmenden Präqualifikation von Offshore- und Onshore-Windparks erweitert sich das Angebot an Regelenergie aus erneuerbaren Energien. Während konventionelle Kraftwerke, Pumpspeicher und Batteriespeicher bereits etablierte Marktteilnehmer sind, erschließt sich die Windenergie schrittweise zusätzliche Einsatzmöglichkeiten im Stromsystem. Die Entwicklung von den ersten Offshore-Präqualifikationen bis zu den 200 MW von Veja Mate zeigt, dass inzwischen auch größere Windparkleistungen für den Regelenergiemarkt erschlossen werden.
© IWR, 2026
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